Um Kollisionen und Unfälle auf dem Wasser zu vermeiden, sollte man sich an die Kollisionsverhütungsregeln (International Regulations for Preventing Collisions at Sea) halten. Grundsätzlich gilt: Internationale und auch zum Teil Nationale Verkehrsvorschriften regeln den Schifffahrtsverkehr auf den Wasserstraßen. In den jeweiligen Küstengewässern können darüber hinaus ergänzende, mitunter auch abweichende Regeln bestehen.

Auf innerstaatlichen Flüssen und Kanälen gelten zumeist nationale Befahrungsregeln.


Jedoch gilt: Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gewährleistet und dass kein anderer Verkehrsteilnehmer bedrängt, gefährdet oder geschädigt wird.


Allgemeine Verhaltensregeln:

Im Geltungsbereich der internationalen Kollisionsverhütungsregeln hat jedes Fahrzeug durch Sehen und Hören gehörigen Ausguck zu halten. Man sollte es stets mit einer sicheren Geschwindigkeit (unter Abhängigkeit der Verkehrsdichte, den Sichtverhältnissen und der eigenen Manövrierfähigkeit) bewegen, sodass im Bedarfsfall wirksame Maßnahmen zur Vermeidung eines Zusammenstoßes getroffen werden können. Alle Manöver zur Vermeidung einer Kollision müssen klar erkennbar, entschlossen und rechtzeitig durchgeführt werden.


Ausweich- und Kurshaltepflicht:

Wenn Gefahr eines Zusammenstoßes bei der Annäherung zweier Fahrzeuge besteht, müssen sie sich entsprechend den einschlägigen Ausweich-und Fahrregeln verhalten.

Das ausweichpflichtige Fahrzeug muss das Ausweichmanöver frühzeitig, durchgreifend und klar erkennbar durchführen. Der Kurshalter hat zunächst seinen Kurs und die Geschwindigkeit beizubehalten. Kommt der Ausweichpflichtige seiner Pflicht nicht nach, muss der Kurshalter einen Zusammenstoß vermeiden und ein eigenes Manöver durchführen.


Ausweichregeln der Fahrzeuge:

Diese werden ausschließlich nach der Antriebsart der Fahrzeuge unterschieden. Besondere Fahr- und ausweichregeln gibt es für Sportfahrzeige jedoch nicht. Sie haben nach der KVR die gleichen Rechte, aber auch die gleichen Pflichten wie die Berufsschifffahrt. Nach der internat. KVR haben Maschinenfahrzeuge außerhalb von Fahrwassern Segelfahrzeugen grundsätzlich auszuweichen. Ein Überholer ist unabhängig von der Antriebsart ausweichpflichtig.



Eine Differenzierung der windbetriebenen Fahrzeuge nehmen die internat. KVR nicht vor, sodass bei weiterer Auslegung der Vorschriften Surfer als auch Kitesurfer als Segelfahrzeuge einzustufen sind- es gelten folglich die Ausweichregeln für Segelfahrzeuge untereinander.


  • Haben zwei Segelfahrzeuge den Wind nicht von derselben Seite, so muss das Fahrzeug mit dem Wind von Backboard, dem anderen ausweichen.
  • Haben zwei Segelfahrzeuge den Wind von derselben Seite so gilt Luv vor Lee ausweichen.
  • Wenn ein Segelfahrzeug mit Windrichtung von Backboard, die Windrichtung des sich annähernden Segelfahrzeuges von Luv nicht klar feststellen kann, muss es dem anderen ausweichen (Unklarheitenregel).


Fahrverbote: Surfer und Kitesurfer unterliegen einem zeitweiligen Fahrverbot bei Nacht und bei verminderter Sicht. Zudem enthalten nationale Verkehrsordnungen einiger Küstenländer generelle Fahrverbote für das Fahrwasser. Auch das Befahren von ausgewiesenen Badegebietszonen ist für Surfer und Kitesurfer nach nationalen Bestimmungen generell verboten. Auf Badende und Schwimmer ist generell besondere Rücksicht zu nehmen.


Sperrgebiete:

Das Befahren von Sperrgebieten ist generell verboten.


Naturschutzgebiet und Nationalpark:

Die Befahrungsregelungen enthalten Befahrungsverbote, zeitliche Beschränkungen und Geschwindigkeitsbeschränkungen. Zumeist besteht ein generelles Fahrverbot in ausgewiesenen Schutzzonen.